Elektrolumineszenz lässt Kunststoffteile leuchten
Neue Technologie bietet viele interessante Anwendungsmöglichkeiten
Einen besonderen Schwerpunkt auf dem Stand der Bayer AG anlässlich der K2001 bildete ein großer Kunststoff-„Button“, der ohne separate Lichtquelle selbst leuchtet. Dabei wird nicht nur Licht von einem Kunststoffteil in verschiedenen Farben emittiert, vielmehr ist der Aufbau insgesamt sehr flach und gleichzeitig verformbar gestaltet, so dass sich dieses Element bequem in Oberflächen integrieren lässt.
Die Außenhaut des Kunststoffteils besteht aus einer flächig bedruckten Makrofol® Folie, durch die das Licht nach außen gelangt. Voraussetzung hierfür ist eine transparente Elektrode, z.B. aus Baytron®, die durch eine elektrisch nicht leitende Schicht, ein sogenanntes Dielektrikum, von der darunter liegenden Gegenelektrode getrennt ist. Das Dielektrikum ist mehrschichtig aufgebaut. Wird an die beiden äußeren Elektroden eine Spannung angelegt, verhält es sich wie ein Plattenkondensator.
Dieses System stellt die eigentliche Lichtquelle dar. Es funktioniert praktisch umgekehrt wie eine Solarzelle: Während dort das einfallende Sonnenlicht in eine elektrische Spannung umgewandelt wird, sorgt hier eine außen angelegte Spannung für die Lichterzeugung. Bei der hier vorgestellten Entwicklung können handelsübliche Batterien verwendet werden. Mittels eines Inverters lässt sich deren üblicherweise niedrige Spannung leicht in die benötigte Wechselspannung von 110 Volt transformieren. Die nach diesem Prinzip hergestellten Elemente liefern „kaltes“ Licht mit sehr gleichmäßiger Ausleuchtung. Ihre Lebensdauer ist hoch. In Abhängigkeit von Belichtung und elektrischer Spannung kann wahlweise blaues, grünes, orangefarbenes oder weißes Licht erzeugt werden.
Inzwischen konnte gezeigt werden, dass sich die Mehrschichtfolienelemente auch für die Hinterspritztechnik eignen. Damit eröffnet sich für diese Technologie ein weites Feld möglicher Einsatzgebiete gerade auch im Zusammenwirken mit der MID-Technologie: In der Elektroinstallation ergeben sich neue Möglichkeiten, um Schalter oder Hinweise auf Notausgänge kenntlich zu machen. Auch für die indirekte Beleuchtung bieten sich neue Perspektiven. Im Automobilbereich erscheint eine ambiente Innenraumbeleuchtung viel versprechend. Signalwirkung hätte auch der Einsatz auf Textilien oder Schuhen, z.B. im Sport. Ebenso lassen sich Blenden auf Geräten der sogenannten weißen Ware attraktiv und übersichtlich gestalten.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Frank Rothbarth, Tel. 0214/30-25363, e-mail frank.rothbarth.fr @bayer-ag.de
Neues Mitglied im 3-D MID e.V.
Sensors and Synergy SA
Am 1. Juni wurde die Sensors und Synergy SA offiziell in die Forschungsvereinigung 3-D MID e.V aufgenommen. Damit wurde ein weiterer interessanter Partner für die Beschichtung von Kunststoffen gewonnen. Die Aktivitäten der belgischen Firma mit Sitz in Brüssel konzentrieren sich einerseits auf die Herstellung von Kraftaufnehmern und Steuerungen, andererseits auf die Metallisierung von Oberflächen.
Die von Sensy ST entwickelte Prozesskette zur Strukturierung von Leiterbahnen auf Thermoplastwerkstoffen basiert auf der Verwendung neuartiger photosensitiver Katalysatoren, so dass auf die Verwendung von Photoresisten verzichtet werden kann.
Kontaktadresse und Ansprechpartner: Sensor and Synergy SA, Herr Isi Kozlowitz, 8 Maurice Avenue, B-1050 Brüssel, Tel. 0032/2-6473800, Fax 0032/2-6406246, e-mail isi.kozlowitz@metallization.com